Mitgliederversammlung Hospizverein Region Böblingen-Sindelfingen

Die Vision eines guten Umgangs mit dem Sterben stand im Mittelpunkt des Vortrags von Pastoralreferent Frank Kühn auf der Mitgliederversammlung des Hospizvereins. Der katholische Klinikseelsorger am Böblinger Krankenhaus bestärkte die Vereinsmitglieder und den Vorstand in ihrem Engagement für den Aufbau eines stationären Hospizes im Raum Böblingen-Sindelfingen. Er wünsche sich, dass es auch hier bald einen solchen Ort gäbe, an dem Menschen in ihrem Sterben begleitet werden und dabei in ihrer Würde, Schönheit und Einmaligkeit gesehen werden. Er sei sicher, dass dadurch das soziale Erscheinungsbild unserer Region noch ein Stück menschenfreundlicher werde.

Maria Dries-Koblowsky, die Vorstandsvorsitzende des Vereins, zeigte in ihrem Rechenschaftsbericht den Stand der Entwicklung auf. Der erste Informationsabend mit dem Thema „ein Hospiz in der Region Böblingen?“ hatte im Mai 2017 stattgefunden. Eine Gruppe von 12 Ehrenamtlichen bereitete die Vereinsgründung vor, die am 20.01.2018 erfolgte. Im Februar 2018 wurde der Verein ins Vereinsregister eingetragen und im März erfolgte die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt. Die Gruppe erarbeitete eine Konzeption und holte sich Rat und Unterstützung in vergleichbaren Einrichtungen. Kontakte zu ambulanten Diensten, zu den Oberbürgermeistern und in die Gremien der Städte Böblingen und Sindelfingen wurden geknüpft und auf verschiedenen Veranstaltungen wurde intensiv um Mitglieder und Spenden geworben.

Der Verein zählt heute 116 Mitglieder – ein Erfolg, auch wenn klar ist, dass dies erst ein Anfang sein kann und der Verein viele weitere Mitglieder braucht, um für das künftige Hospiz eine tragfähige Basis zu sein. Die Entwicklung auf dem Spendenkonto ist ebenfalls erfreulich: neben vielen engagierten Spendern hatten auch die beiden Städte Böblingen und Sindelfingen mit einer Anschubfinanzierung von je 5.000 Euro den Start der Vereinsarbeit unterstützt – aber auch hier, so die Vorsitzende, ist erst ein bescheidener Anfang gemacht.

In ihrem Ausblick ging Dries-Koblowsky auf die nächsten anstehenden Aufgaben ein: Die Suche nach einem Grundstück bzw. einer geeigneten Immobilie muss intensiviert und die bisherigen Angebote müssen geprüft werden; die Frage ist zu klären, welche Organisation Trägerin des Hospizes werden könnte; der Flyer ist zu überarbeiten und die Homepage ständig aktuell zu halten.

Nachdem Schatzmeister Gianfranco Paradisi Kassenbericht, Kassenprüfung und Haushaltsplan 2019 vorgetragen hatte und Satzungsänderung und Geschäftsordnung für die Mitgliederversammlung verabschiedet war, wurde der Vorstand entlastet und Erster Bürgermeister Tobias Heizmann, selbst Vereinsmitglied, leitete die Nachwahlen zum Vorstand. Es wurden gewählt: Gisela Hampe zur stellvertretenden Vorsitzenden, Andreas Senn zum Pressesprecher, Jens Musleh zum Schriftführer und Beate Bartholomä zur Beisitzerin. Am Ende stand der Dank an das Deutsche Rote Kreuz für die freundliche Überlassung des Tagungsraumes, der Dank an die Mitglieder und an alle Engagierten, die dringende Bitte um Werbung weiterer Vereinsmitglieder und die Zuversicht, dass in 2 – 3 Jahren die ersten Gäste im Hospiz aufgenommen werden können.

Das Bild zeigt den Klinikseelsorger Frank Kühn bei seinem Vortrag in der Mitgliederversammlung am 28.03.2019
Klinikseelsorger Frank Kühn
Das Bild zeigt den neuen Vorstand des Hospizvereins Böblingen Sindelfingen bei der Mitgliederversammlung am 28.03.2019. Im Hintergrund sind fünf Vorstände, im Vordergrund - auf einer roten Bank sitzend - sind vier Vorstände zu sehen.
Der neue Vorstand
hintere Reihe (von links): Florian Wahl, Elisabeth Kenntner-Scheible, Maria Dries-Koblowsky, Gianfranco Paradisi, Jens Musleh
vordere Reihe: Beate Barholomä, Gisela Hampe, Monica Wejwar, Andreas Senn
auf dem Bild fehlt: Beisitzerin Birgit Wohland-Braun